Zugegeben, zuerst waren wir etwas geschockt, weil die Familie (Eltern, 1 Sohn und 3 Töchter) auf geschätzten 50 qm² wohnt und ich kam mir in der ersten halben Stunde einfach total zusammengedrängt und eingesperrt vor, aber als wir uns dann etwas einlebten, war ich wirklich überrascht: Wenn man sich vorstellt, dass die Familie relativ spontan gefragt wurde, ob sie 2 Studenten aufnimmt, um ihnen Deepavali und die indische Kultur zu zeigen und die Familie direkt ja sagt, eines der 2 Schlafzimmer für uns räumt und total nett, aufgeschlossen und hilfsbereit ist, so ist das wirklich unglaublich gastfreundlich!
Und es war wirklich eine tolle Zeit! Wir kamen am 25.10. an, also dem Tag vor Deepavali, haben noch die typischen Vorbereitungen für den nächsten Tag mitbekommen, besuchten am Abend die Großeltern und haben schon mal unsere ersten indischen Eindrücke gewonnen, zum Beispiel hat jede Familie einen Gebetstisch, -schrank oder einfach ein Regalbrett.
Am nächsten Tag durften wir dann in Saris zu dem indischen Tempel fahren, da die Familie für ihre Götter beten wollte. Der Tempel war wirklich wunderschön, ganz viele Statuen von den Göttern und Gemälde, sehr viele Inder in tollen Kleidern und jeder war froh und lachte, eine tolle Atmosphäre.
Danach kehrten wir alle nach Hause zurück und haben andere, etwas bequemere indische Kleidung geschenkt bekommen, eine Art Kleid mit Hose, genannt Punjabee, wirklich schön.
Das eigentliche Fest lief dann ähnlich wie Hari Raya bei den Muslimen ab, es kamen Freunde und Verwandte, man selber ging auch alle Menschen besuchen, die man kennt und überall wurde einem etwas zum Essen angeboten. In einem Haus war auch ein traditionelles Blumenmuster auf den Boden gemalt, das dann mit gefärbtem Reis ausgefüllt wurde und Glück bringen soll.
Am nächsten Tag besuchten wir dann verschiedene “Geschwister”. Es war wirklich toll, man wird überall extrem nett und freundlich aufgenommen, wir bekamen überall die Bilder von wichtigen Ereignissen wie Hochzeiten zu sehen und natürlich zu essen, meistens Topai oder Reis mit Curry (Hühnchen in Currysoße). Topai ist eine Art Pfannkuchen, die man auch mit Curry oder Ziege isst. Sehr lecker! Ich habe an dem Tag ca. 6 Mal gegessen, davon 4 Mal Topai
Da wir uns wirklich gut mit der Familie verstanden haben, sind wir noch einen Tag länger dort geblieben, an dem sie uns eine Art buddhistischen Tempel zeigten. Allerdings war es nicht wirklich ein Tempel, sondern eine Höhle in einem Felsen. Innen ist alles schön ausgeleuchtet und es befanden sich überall, in kleinen Abständen, Gebetsnischen. Leider mussten wir dann am Nachmittag wieder gehen, aber es war trotzdem eine ganz tolle Erfahrung, eine andere Kultur in Malaysia so intensiv mitzubekommen und natürlich eine richtig schöne Zeit.





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